Etappen, die früher Handel trugen, tragen heute Geschichten. Wir markieren Quellen, Mühlen, Kastanienhaine, Bunker, Kapellen. Unterwegs sammeln wir Wörter in Dialekten, lauschen Sagen, testen Brunnenwasser. Am Ende des Tages fühlt sich ein einfacher Teller Suppe an wie ein verdienter, glitzernd klarer Sonnenuntergang.
Viadukte, Schluchten, Olivenhaine, Dächer mit Patina ziehen vorbei und lehren Geduld. Wir lernen, Pausen zu planen, Gerüche zu bemerken, Notizen zu machen. So beginnt Ankunft schon während der Fahrt, und Gespräche mit Fremden werden zu Kapiteln, die wir später stolz weitererzählen.
Ein guter Rucksack, zwei Schichten, eine Flasche, Notizbuch, kleines Messer, Tuch: Mehr braucht es selten. Wir prüfen Gewicht, Material, Reparierbarkeit. Wer weniger trägt, sieht mehr. Und wer Reparaturband dabeihat, hört unterwegs häufiger ein dankbares, unerwartetes Lächeln aus dem eigenen Spiegelbild.